Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Wasserkühlung

Servomotoren im Aluminium-Strangguß-Gehäuse lassen sich leicht und preiswert mit einer Option Wasserkühlung ausstatten. Die hier gezeigte Lösung ist eine A-seitige Flanschkühlung, die den ungenutzten Raum innerhalb des Zentrierbundes zur Führung des Kühlmittels verwendet.

 

A-Flansch WasserkühlungA-Flansch Wasserkühlung

 

Das Bild zeigt den A-Flansch eines Servomotors mit Quadratmaß 145 mm, Lochkreis 165 mm, Zentrierbund 130 mm. Der Kühlwasser Zu- und Ablauf erfolgt über handelsübliche, flexible Schlauchleitungen, die normalerweise zum Anschluss von Waschtisch-Armaturen verwendet werden.

Die Vorteile einer A-Flansch-Kühlung sind:

- Preiswert bei guten Kühleigenschaften des kompletten Motors (thermischer Gesamt-Widerstand halbiert sich annähernd).

- Führt zusätzliche Verluste am Wellendichtring ab.

- Kühlt Getriebeflansch und führt die Verluste am Wellendichtring der schnell-laufenden Welle des Getriebes ab.

- Zuverlässig durch axiale Pressung der O-Ringe.

- Keine Sonderwelle erforderlich, da Wellenschulter nach wie vor auf Flanschebene.

- Innendurchmesser des Deckels gibt ausreichend Platz für Klemm-Kupplungen.

 

Das 3D-Modell in STEP zum Download mit "Ziel speichern unter":

Wasser-Kühlflansch V3.20.stp

 

Ergänzung zum Thema:

Messungen haben mittlerweile bestätigt, dass sich der thermische Gesamtwiderstand des Motors mit A-Flansch-Wasserkühlung halbiert. Die abgeführte Verlustleistung lässt sich durch den Kühlflansch verdoppeln (Faktor 2).

Das S1-100K-Stillstandmoment ist daher Wurzel (2) = 1,4 fach grösser!

Insbesondere bei hohen Drehzahlen macht sich der geringere thermische Widerstand bemerkbar, weil die S1-Kennlinie, trotz - mit der Drehzahl - zunehmender Eisenverluste, nicht mehr so stark abfällt. Dieser Zusammenhang wurde bereits im Kapitel Drehzahl-Drehmoment-Kennlinie erörtert. Die mögliche S1-Nenn-Leistung bei Nenn-Drehzahl ist (je nach Gefälle der S1-Kennline) um den Faktor 1,6 bis 2,2 verbessert.

 

29.12.2016 Roland Fetzner